Die letzten Tage in Avalon/Australien sind irgendwie rasend schnell vergangen. Die letzten Tage arbeiten, mit Hostelleuten chillen und den nahen Strand genießen und schon war es soweit: Wir sind nach Sydney gefahren, um am Freitagmorgen nach Neuseeland zu fliegen. In Sydney war unser Hostel für die eine Nacht direkt gegenüber einer Disko, sodass wir eher weniger geschlafen haben und die Busfahrt zum Flughafen um 5 Uhr morgens relativ gerädert hinter uns gebracht haben. Der Flug ging zwar erst um halb 10, aber da wir in der Vergangenheit oft ziemlich knapp dran waren und wir ja zudem noch unsere Visa 2 Wochen überzogen hatten, wollten wir auf Nummer sicher gehen. Letztendlich hat die „Das dürft ihr nie wieder machen, unartige Backpacker“-Prozedur aber nur 5 Minuten gedauert und wir durften passieren. Keine Konsequenzen und damit 500 Dollar gespart! :D
Spätnachmittags in Auckland/Neuseeland angekommen, ein Hostel gesucht und geduscht, haben wir den ersten Rundgang durch die Stadt gemacht – bei Regen! Und auch bei dem ersten und wahrscheinlich auch letzten, da laaaangweiligen, Rugbyspiel unseres Lebens wurde das Wetter nicht besser. Deshalb haben wir uns dann auch recht schnell ein Auto gemietet (Orlando der Zweite) und sind Richtung Cape Reinga gefahren, den nördlichsten Punkt Neuseelands. Je nördlicher wir gekommen sind, desto besser wurde auch das Wetter und so konnten wir bei unserem ersten Übernachtungsstop in Whangarei sogar abends noch draußen sitzen und die milde Herbstluft genießen. Am nächsten Tag kamen wir bei strahlendem Sonnenschein bei der berühmten Bay of Islands in Paihia an, wo wir das erste Mal in Neuseelands Meer schwimmen waren und am Strand liegen konnten – in Badesachen! Da wir insgesamt aber nur gute 3 Tage hatten, bis wir das Auto wieder in Auckland abgeben mussten, ging es recht bald weiter, bis wir dann endlich gegen 18 Uhr am Cape Reinga angekommen sind. Entgegen unserer Erwartungen war dort aber kein Dorf mit Hostel oder Motel oder irgendeiner Schlafmöglichkeit, sondern nur ein Parkplatz, von dem man dann zur Nordspitze wandern konnte, was wir dann natürlich auch gemacht haben (siehe Fotos). Das hieß dann aber auch, dass wir die 100 Kilometer bis zum nächsten Hostel zurück fahren mussten. Endlich in Kaitaia, dem nächst größeren Dorf, angekommen, haben wir uns von einer Einheimischen den Weg zum Dorfhostel erklären lassen (dem nach ihrer Meinung einzigen, sei an dieser Stelle wohlweislich angemerkt!) und die „Rezeption“ war sogar noch besetzt, also war der Platz zum Schlafen gesichert. Doch war für ein Platz! Dieses Haus war in seinen besten Zeiten ein YHA-Hostel (Hostelkette in Neuseeland mit sehr guten Standards, wie wir in Whangarei am eigenen Leib erfahren durften), wurde aber dann von einem netten älteren Mann mit ungelogen höchstens 1 Zahn im Mund gekauft und weiter geführt. Und so, wie es wahrscheinlich in seinem Mund aussah, war das ganze Hostel. Im Fernsehraum saßen die anderen „Backpacker“: Allesamt über 40 und totalbreit (von Bacardi und Gras) und am Porno gucken. Unser Zimmer hatte seit einiger Zeit weder frische Luft noch Putzmittel oder eine Waschmaschine gesehen: 70er Jahre Einrichtung und Muff in allen Wänden, Decken, Vorhängen…Aber es war unseres Wissens nach das einzige Hostel in der Umgebung, also Schlafsäcke raus und rein ins Getümmel. Bei einer Runde Billard im Gemeinschaftsraum wurden uns dann noch diverse Schnäpse und Drogen angeboten, die wir – auch angesichts der Zustände der Offerierenden – dankend ablehnten. Nach einer wirklich (!!) grauenhaften Nacht, in der uns sowohl der muffige Geruch, um nicht zu sagen Gestank, als auch die besoffene Dorfjugend von Kaitaia, diverse Polizeisirenen und die Alarmanlage vom Schnapsladen gegenüber vom Schlafen abgehalten haben, hatten wir eine heiße Dusche dringend nötig. Aber auch die sanitären Anlagen hatten ihre Hochzeiten schon länger hinter sich gelassen und so beeilten wir uns mit der Morgenhygiene, auch weil die Duschvorhänge quasi nur noch aus Staub und Schimmel bestanden, man das Damenbad nicht abschließen konnte und ich das einzige weibliche Wesen im Haus war (beim Einchecken hat der Besitzer noch schnell eine Rolle Klopapier hoch gebracht, mir aber versichert, dass die Toilette ganz neu und sauber sei – äääähm – nein!). Nun ja, endlich alles Gepäck im Auto verstaut – übrigens saßen die Anderen immernoch im Fernsehraum, rauchten und tranken immernoch und auch die Pornos liefen weiter – wollten wir dieses schreckliche Hostel und das trostlose Dorf endlich hinter uns lassen, aber: das Auto sprang nicht an. Und wie es der Zufall so will, funktionierten auch unsere Handys nicht. Wir also zur Tankstelle, den Mechaniker der Vermietungsfirma angerufen, geschlagene 2 Stunden gewartet und dann endlich war es soweit: Bye Bye Kaitaia, auf nimmer Wiedersehen!
*With hazel eyes
Spätnachmittags in Auckland/Neuseeland angekommen, ein Hostel gesucht und geduscht, haben wir den ersten Rundgang durch die Stadt gemacht – bei Regen! Und auch bei dem ersten und wahrscheinlich auch letzten, da laaaangweiligen, Rugbyspiel unseres Lebens wurde das Wetter nicht besser. Deshalb haben wir uns dann auch recht schnell ein Auto gemietet (Orlando der Zweite) und sind Richtung Cape Reinga gefahren, den nördlichsten Punkt Neuseelands. Je nördlicher wir gekommen sind, desto besser wurde auch das Wetter und so konnten wir bei unserem ersten Übernachtungsstop in Whangarei sogar abends noch draußen sitzen und die milde Herbstluft genießen. Am nächsten Tag kamen wir bei strahlendem Sonnenschein bei der berühmten Bay of Islands in Paihia an, wo wir das erste Mal in Neuseelands Meer schwimmen waren und am Strand liegen konnten – in Badesachen! Da wir insgesamt aber nur gute 3 Tage hatten, bis wir das Auto wieder in Auckland abgeben mussten, ging es recht bald weiter, bis wir dann endlich gegen 18 Uhr am Cape Reinga angekommen sind. Entgegen unserer Erwartungen war dort aber kein Dorf mit Hostel oder Motel oder irgendeiner Schlafmöglichkeit, sondern nur ein Parkplatz, von dem man dann zur Nordspitze wandern konnte, was wir dann natürlich auch gemacht haben (siehe Fotos). Das hieß dann aber auch, dass wir die 100 Kilometer bis zum nächsten Hostel zurück fahren mussten. Endlich in Kaitaia, dem nächst größeren Dorf, angekommen, haben wir uns von einer Einheimischen den Weg zum Dorfhostel erklären lassen (dem nach ihrer Meinung einzigen, sei an dieser Stelle wohlweislich angemerkt!) und die „Rezeption“ war sogar noch besetzt, also war der Platz zum Schlafen gesichert. Doch war für ein Platz! Dieses Haus war in seinen besten Zeiten ein YHA-Hostel (Hostelkette in Neuseeland mit sehr guten Standards, wie wir in Whangarei am eigenen Leib erfahren durften), wurde aber dann von einem netten älteren Mann mit ungelogen höchstens 1 Zahn im Mund gekauft und weiter geführt. Und so, wie es wahrscheinlich in seinem Mund aussah, war das ganze Hostel. Im Fernsehraum saßen die anderen „Backpacker“: Allesamt über 40 und totalbreit (von Bacardi und Gras) und am Porno gucken. Unser Zimmer hatte seit einiger Zeit weder frische Luft noch Putzmittel oder eine Waschmaschine gesehen: 70er Jahre Einrichtung und Muff in allen Wänden, Decken, Vorhängen…Aber es war unseres Wissens nach das einzige Hostel in der Umgebung, also Schlafsäcke raus und rein ins Getümmel. Bei einer Runde Billard im Gemeinschaftsraum wurden uns dann noch diverse Schnäpse und Drogen angeboten, die wir – auch angesichts der Zustände der Offerierenden – dankend ablehnten. Nach einer wirklich (!!) grauenhaften Nacht, in der uns sowohl der muffige Geruch, um nicht zu sagen Gestank, als auch die besoffene Dorfjugend von Kaitaia, diverse Polizeisirenen und die Alarmanlage vom Schnapsladen gegenüber vom Schlafen abgehalten haben, hatten wir eine heiße Dusche dringend nötig. Aber auch die sanitären Anlagen hatten ihre Hochzeiten schon länger hinter sich gelassen und so beeilten wir uns mit der Morgenhygiene, auch weil die Duschvorhänge quasi nur noch aus Staub und Schimmel bestanden, man das Damenbad nicht abschließen konnte und ich das einzige weibliche Wesen im Haus war (beim Einchecken hat der Besitzer noch schnell eine Rolle Klopapier hoch gebracht, mir aber versichert, dass die Toilette ganz neu und sauber sei – äääähm – nein!). Nun ja, endlich alles Gepäck im Auto verstaut – übrigens saßen die Anderen immernoch im Fernsehraum, rauchten und tranken immernoch und auch die Pornos liefen weiter – wollten wir dieses schreckliche Hostel und das trostlose Dorf endlich hinter uns lassen, aber: das Auto sprang nicht an. Und wie es der Zufall so will, funktionierten auch unsere Handys nicht. Wir also zur Tankstelle, den Mechaniker der Vermietungsfirma angerufen, geschlagene 2 Stunden gewartet und dann endlich war es soweit: Bye Bye Kaitaia, auf nimmer Wiedersehen!
*With hazel eyes
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen